Wir sprechen es an: Pflichtmitgliedschaft der Kammern - ein heißes Thema!



Lautsprecher10112017

Unsere Sichtweise zu aktuellen Themen: Offen! Ehrlich! Kritisch! Von JungunternehmerIn zu JungunternehmerIn.

Seit der Nationalratswahl werden die Stimmen Richtung Abschaffung der Kammermitgliedschaft immer lauter. Mit realitätsfernen Argumenten versucht man, darzustellen, dass die Wirtschaftskammer sich dem Wettbewerb stellen und allein mit der Qualität ihrer Leistungen die Unternehmen von einer Mitgliedschaft überzeugen müsse. Doch gerade in Zeiten wie diesen ist eine ausgewogene und ausgleichende zweite Kraft und bundesweite Vertretungsebene ungemein wichtig.
Eine Abschaffung der der Wirtschaftskammer bedeutet eine Abschaffung der österreichischen Solidarität.

Die Sozialpartnerschaft ist seit Jänner 2008 verfassungsrechtlich abgesichert und eine Errungenschaft unseres Landes. Für eine Änderung wäre eine Zweidrittelmehrheit im Parlament oder eine Volksbefragung erforderlich. Doch wer will mit den Folgen wirtschaften?

Ja, es besteht Reformbedarf in den Kammern, die sich noch mehr auf die modernen Gegebenheiten einzustellen haben. Viele Schritte hat die Kärntner Wirtschaftskammer schon in diese Richtung gesetzt. Mit dem „Makerspace Carinthia“ als Innovationswerkstatt für Querdenker beweist nur eines von vielen Beispielen und ihr Gefühl, am Puls der Zeit zu agieren. Mit 3.700 Mitgliedern zeigt auch die JW Kärnten, dass sie gebraucht wird. In der Gründungsphase bis hin zum Jungunternehmertum. Und 500.000 Unternehmerinnen und Unternehmer österreichweit zeigen, dass die Mitgliedschaft auch in den Jahren danach ihre Existenz rechtfertigt. Eine Volksabstimmung über die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern bedeutet das jedoch noch lange nicht! Wo kämen wir hin, wenn Nichtunternehmer, die nicht Wirtschaftskammermitglied sind, über die Vorteile und Rechte anderer abstimmen?

Genau die Gründer und Jungunternehmer sind es, die von der solidarischen Mitgliedschaft der Wirtschaftskammer etwas haben. Denn die großen Beitragszahler treten bei der Abschaffung der Wirtschaftskammermitgliedschaft aus und richten sich Lobbying und rechtliche Angelegenheiten selbst. Als Folge stehen die Kleinen - das sind immerhin mehr als 90 Prozent der heutigen Mitglieder - ohne Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Politik da. Ohne Unterstützung vom Unternehmerservice, ohne Rechtsbeistand, ohne Notfallfonds.

Wer die Pflichtmitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer antastet, schwächt damit die Gründer und Jungunternehmer, die den Wirtschaftsstandort Österreich innovativ und ideenreich machen. 

Wir Jungunternehmer sind die unternehmerische Zukunft von morgen – und diese Zukunft gestalten wir mit der solidarischen Unterstützung der Großen gemeinsam! 


Euer

Marc Gfrerer
Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Kärnten

 

Faktenbox

Die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft, bedeutet die Abschaffung der Wirtschaftskammer, da sie in der jetzigen Form mit all ihren Vorteilen für Gründer und Jungunternehmer nicht mehr finanzierbar wäre. 

Was wäre, wenn…?

  • Die Großen setzen sich auf Kosten der Kleinen durch.
  • Klein- und Mittelbetriebe haben keine durchschlagskrä¬ftige Interessenvertretung mehr.
  • Die Wirtschaft¬ kann nicht mehr geschlossen au¬ftreten.
  • Das starke Gegengewicht zu den Arbeitnehmern fällt weg.
  • Für Kleinstunternehmen gibt es überhaupt keine Anlaufstellen mehr.
  • Auskün¬fte und Informationen für den betrieblichen Alltag verteuern sich für den einzelnen Betrieb um ein Vielfaches.
  • Die Unternehmer verlieren ihre Mitsprache bei den Gesetzen.
  • Der Interessensausgleich wird den Unternehmern entzogen und verstaatlicht.
  • Das Lehrlingswesen, die Außenwirtscha¬ftscenter und die Unternehmerprüfung werden verstaatlicht.
  • Die Aus- und Weiterbildung ist in Gefahr.


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